Home Presseartikel 2011 50 Jahre gepflegter Konzertstil

50 Jahre gepflegter Konzertstil

Stadtkapelle  Mit stehenden Ovationen und drei Zugaben endete am Samstagabend das Jubiläumskonzert der Hammelburger Stadtkapelle im Heinrich-Köppler-Haus. Das Konzert mit dem Motto "Es war einmal" war eines von neun Ereignissen, die heuer das Jubiläumsjahr zum 50-jährigen Gründungsjubiläum begleiten.
Die Hammelburger Stadtkapelle gefiel bei ihrem Jubiläumskonzert erneut durch ihr weitgefächertes Repertoire. Foto: Schaar"Die Kameradschaft unter den Orchestermitgliedern und meine Verbundenheit zur Stadtkapelle halten mich auch in Zukunft dort", bekennt die Klarinettistin Gudrun Wagenpfahl gegenüber unserer Zeitung. Zusammen mit Tatjana Mangold und Dieter Vogler ist sie derzeit eine der drei gleichrangigen Vorsitzenden. Durch ihre Adern fließt das Musikblut ihres Vaters Winfried Breun, der heute noch die Trompete bläst. Schon als Jugendliche musizierte Gudrun Wagenpfahl in der Hammelburger Stadtkapelle.
"Es ist der gepflegte Konzertstil und die enorme Bandbreite, was mich an der Hammelburger Stadtkapelle so begeistert", so Wagenpfahl weiter. Vom vollen Orchester mit Böhmischer Blasmusik, sinfonischen Stücken und zackigen Märschen bis hin zu kleineren Ensembles und dem Saxophon-Quartett, aber auch bis hin zur Kirchenmusik reiche das bunt gefächerte Repertoire der Musiker. Zu den Proben komme regelmäßig auch F-Hornist Herbert Rauschmann, obwohl dieser in Frankfurt am Main wohnende gebürtige Hammelburger jedesmal 300 Kilometer Fahrt auf sich nehmen muss. "Wenn das kein Zeichen von Verbundenheit ist ...", so Wagenpfahl.
"Die Stadtkapelle ist ein Aushängeschild für Hammelburg", stellte Schirmherr Bürgermeister Ernst Stross (SPD) fest. Der Otto-Zeier-Marsch erinnere daran, dass Gründer Otto Zeier am 23. April 1961 die Stadtkapelle zunächst als Feuerwehrkapelle aufbaute. Stross sprach von einer goldenen Zeit dieser Kapelle auch nach 50 Jahren ihres Bestehens. Er lobte die vorbildliche Jugendarbeit, die schon ab der musikalischen Früherziehung durch den Förderverein unterstützt werde.
Beginn mit dem Jugendorchester
Nicht nur der Bürgermeister dankte dem frisch gebackenen Ehrenvorsitzenden Gerlach für dessen Engagement als Vorsitzender des Vereins Stadtkapelle über 17 Jahre - von 1992 bis 2009. Das Jubiläumsjahr 2011 sei jetzt das geeignete Forum, Gerlach diese Ehrung in aller Öffentlichkeit zukommen zu lassen, so die Vorsitzende Tatjana Mangold.
Zum Konzertbeginn gab es das Jugendorchester unter der Leitung von Jürgen Kunkel zu hören. Schon am Anfang beeindruckte das Stück "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss das Publikum im vollen Saal. Die märchenhaft musizierenden Jugendlichen ließen das Aschenputtel Cinderella aufleben und jagten auch noch die Geister zwischen dem Musikheim und Schloss Saaleck. Durch die Märchengeschichten führte Erzähler Martin Held.
Christine Huppmann dirigierte das Hauptorchester, und Kerstin Golling moderierte diesen diesen musikalischen Abend. Egal ob zackige Märsche oder sinfonische Welten wie zum Beispiel beim "Man in the Ice" - das Publikum war hingerissen von hoch stehender musikalischer Qualität, was sich im Laufe des Abends durch immer stärkerem Applaus bemerkbar machte. Begeistert waren die Zuhörer auch von diversen Soli, so zum Beispiel von der Flötistin Caroline Keßler.

Saale-Zeitung vom 17.05.2011